Mit dem Herbst beginnt die Zeit der Suppen, Aufläufe und Schmorgerichte. Die Küche wird wieder zum warmen Mittelpunkt des Hauses, und Herd und Backofen laufen deutlich öfter als im Sommer. Gleichzeitig achten viele Haushalte stärker auf ihren Energieverbrauch. Die gute Nachricht: In der Küche lässt sich mit kleinen Gewohnheiten und einer durchdachten Planung einiges erreichen, ohne auf Genuss zu verzichten.
Kochen mit System
Beim Kochen entscheiden oft ganz einfache Dinge über den Verbrauch. Ein Topf ohne Deckel lässt einen großen Teil der Wärme ungenutzt entweichen. Mit Deckel kocht das Wasser schneller, und Sie können die Leistung früher herunterschalten. Ebenso wichtig ist die passende Größe: Der Topfboden sollte zur Kochzone passen und möglichst eben aufliegen.
- Nur so viel Wasser verwenden, wie wirklich nötig ist. Gemüse lässt sich oft mit wenig Wasser dünsten.
- Wasser für Tee oder Nudeln im Wasserkocher vorwärmen.
- Die Restwärme nutzen und die Kochzone einige Minuten vor Ende ausschalten.
- Für lange Garzeiten einen Schnellkochtopf einsetzen, etwa bei Hülsenfrüchten oder Eintöpfen.
Wer eine neue Küche plant, sollte sich das Kochfeld genau ansehen. Induktionskochfelder erhitzen den Topfboden direkt und reagieren sehr schnell auf Änderungen der Stufe. Sie benötigen allerdings geeignetes Kochgeschirr mit magnetischem Boden.
Backofen clever nutzen
Der Backofen gehört zu den Geräten, die in der kalten Jahreszeit besonders oft laufen. Bei vielen Gerichten wie Aufläufen, Braten oder Gemüse ist das Vorheizen nicht nötig. Umluft erlaubt in der Regel niedrigere Temperaturen als Ober- und Unterhitze und ermöglicht es, auf mehreren Ebenen gleichzeitig zu backen. Öffnen Sie die Ofentür während des Garens möglichst selten und nutzen Sie auch hier die Nachwärme in den letzten Minuten.
Ein kleiner Tipp für die Planung: Wenn der Ofen ohnehin heiß ist, lohnt es sich, gleich mehrere Dinge zuzubereiten, zum Beispiel ein Blech Ofengemüse für den nächsten Tag.
Kühlschrank und Spülmaschine im Blick
Kühlgeräte laufen rund um die Uhr, deshalb lohnt sich ein kurzer Check. Für den Kühlschrank werden meist etwa 7 Grad Celsius empfohlen, für das Gefrierfach minus 18 Grad. Kälter muss es in der Regel nicht sein. Eine dicke Eisschicht im Gefrierfach erhöht den Verbrauch, daher sollten Sie regelmäßig abtauen. Stellen Sie warme Speisen erst abgekühlt hinein und prüfen Sie, ob die Türdichtungen noch sauber schließen.
Auch der Standort spielt eine Rolle. Ein Kühlschrank direkt neben dem Backofen oder dem Heizkörper muss mehr leisten. Bei einer Küchenplanung achten wir daher darauf, Wärme- und Kältequellen möglichst voneinander zu trennen.
Die Spülmaschine arbeitet am effizientesten, wenn sie voll beladen ist. Das Eco-Programm dauert zwar länger, benötigt aber in der Regel weniger Energie, weil es mit niedrigeren Temperaturen arbeitet. Das Vorspülen unter fließendem Wasser können Sie sich meist sparen, grobe Reste mit dem Besteck abzustreifen genügt.
Frische Luft nach dem Kochen
Beim Kochen entsteht viel Wasserdampf. Gerade im Herbst und Winter, wenn die Fenster meist geschlossen bleiben, sollte die Feuchtigkeit schnell wieder hinaus. Schalten Sie die Dunstabzugshaube schon beim Kochen ein und lüften Sie anschließend einige Minuten mit weit geöffnetem Fenster. Kurzes Stoßlüften spart gegenüber einem dauerhaft gekippten Fenster Heizenergie und beugt Feuchteschäden vor. Denken Sie außerdem daran, die Filter der Dunstabzugshaube regelmäßig zu reinigen oder zu wechseln.
So bleibt Ihre Küche auch in der kalten Jahreszeit ein Ort, an dem Sie gern kochen und Zeit verbringen.